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Allowlist: Flexible Transfer Restrictions

Kleine Unternehmen setzen häufig gesetzliche Transferbeschränkungen durch, um ihre Aktionärsbasis zu kontrollieren. Mit dem Wachstum dieser Unternehmen — besonders wenn sie sich den öffentlichen Märkten nähern — werden solche Beschränkungen typischerweise gelockert oder ganz aufgegeben.

Die Allowlist-Implementierung von Aktionariat ermöglicht einen flexiblen und schrittweisen Übergang:

  • Von streng kontrollierter Übertragbarkeit,
  • Zu partieller oder vollständiger freier Handelbarkeit,
  • Mit der Option, bei Bedarf umzukehren.

Das System unterstützt sowohl beschränkte als auch frei handelbare Token parallel und ermöglicht es Unternehmen, die Mobilität von Anteilseignern präzise zu verwalten.


Vier Adresstypen bestimmen, wie Token-Transfers geregelt werden:

  • Können Token von jedem empfangen
  • Können Token nur an allowed oder admin Adressen versenden
  • Verhalten sich wie allowed Adressen
  • Zusätzlich werden alle Adressen, an die sie Token versenden, automatisch auf die Allowlist gesetzt
  • Die Null-Adresse (0x0) ist standardmäßig admin — dies ermöglicht das Prägen ohne die Allowlist des Empfängers und verhindert, dass neu geprägte Token unbeabsichtigt in die freie Handelbarkeit gelangen
  • Können Token von niemandem empfangen
  • Können Token nur an admin Adressen versenden
  • Können an default, allowed und admin Adressen versenden
  • Können nur von anderen default Adressen empfangen
  • Dies ist der Typ, der standardmäßig allen neuen Adressen zugewiesen wird

Token werden implizit basierend auf dem Adresstyp kategorisiert, auf dem sie sich befinden:

Token-TypBeschreibung
Frozen tokensBefinden sich auf eingefrorenen Adressen. Können nur an allowed Adressen versandt werden.
Free float tokensBefinden sich auf default Adressen. Können an jede Adresse außer eingefrorenen versandt werden.

Eine dedizierte Funktion existiert, um alle Beschränkungen vollständig auszusetzen und alle Token effektiv in free float tokens umzuwandeln.


Limited Free Float: Ein strategischer Anwendungsfall

Abschnitt betitelt „Limited Free Float: Ein strategischer Anwendungsfall“

Die Allowlist ermöglicht einen partiellen Free Float — ein wertvoller Mechanismus für Unternehmen im Wachstumsstadium, die externe Investoren hinzufügen möchten und gleichzeitig die Kontrolle über ihre bestehende Cap-Tabelle behalten wollen.

Beispielszenario:

  1. Alle Anteile beginnen als beschränkte Token, die von Allowlist-Aktionären gehalten werden.
  2. Das Unternehmen bezeichnet seine Treasury-Wallet als default Adresse.
  3. Token in der Treasury sind nun frei handelbar, während bestehende Aktionäre beschränkt bleiben.
  4. Mit der Zeit können zusätzliche Wallets als frei erklärt werden, um den Free Float schrittweise zu erhöhen.

Dieser Ansatz ermöglicht:

  • Kontrolliertes Onboarding von externen Investoren
  • Schrittweise Liberalisierung der Anteilsübertragbarkeit
  • Bewahrung der strategischen Kontrolle während des gesamten Prozesses

Die Allowlist-Architektur unterstützt:

  • Granulare Berechtigungsvergabe — unterschiedliche Regeln für verschiedene Anteilseigner-Typen
  • Koexistenz — beschränkte und frei handelbare Token können gleichzeitig existieren
  • Reversibilität — Unternehmen können Beschränkungen jederzeit wieder einführen, indem sie Adresstypen neu zuweisen

Die Allowlist wird auf Smart-Contract-Ebene durchgesetzt. Du kannst programmatisch:

  • Adresstypen via setAddressType ändern
  • Alle Beschränkungen via suspendRestrictions aussetzen oder erneut aktivieren
  • Transfer-Verhalten via emittierten On-Chain-Events überwachen